fernsehenoonRa schrieb am 7. Februar 2002 11:01
> >
> > > > Mit dem ewigen Geschrei nach Senkung der Lohnnebenkosten
> nimmt
> > > > die deutsche Industrie den Kommunen und Ländern die
> > > > finanziellen Grundlagen für ein brauchbares Bildungssystem
> > > > weg […]
> > >
> > > *lol*
> >
> > Da werden wohl einige Manager aus D mitlachen. Wie können die
> > anderen nur so blöd sein, Kohle für Bildung auszugeben?
> > Solange sich Unternehmen nicht stärker finanziell an Bildung
> > beteiligen, dürfen sie sich auch nicht über Facharbeitermangel
> > beschweren.
>
> Sollen denn die Unternehmen Schulen und Universitäten bauen und
> ausstatten? Mag ja sein, dass in anderen Staaten die erwähnte
> Abgabe
> gezahlt wird; in unserem System ist es die Aufgabe des Staates,
> Geld
> für Bildung zur Verfügung zu stellen.
Das er vorher, durch irgendwelche Steuern ja auch erstmal einnehmen
muss oder?
> Dass der sein Geld lieber für
> ABM-Massnahmen, Kombilohn, Subventionen
und Rüstung
> etc. raus wirft statt die
> Grundlagen unseres Bildungssystems zu verbessern sehe ich als weit
> grösseres Problem an
Da kann ich Dir zum Teil auch zustimmen.
> als die Erregung der Unternehmer über zu hohe
> Lohnnebenkosten. Darüber musste ich halt lachen: dass der Autor
> gerade
> dieses Argument anführt und ‘die Kapitalisten’ Telepolis-typisch
> auch
> für das Übel im Bildungssektor verantwortlich machen möchte.
Fand ich auch etwas irritierend, aber es ist nun mal so, das gerade
Unternehmen mit einer guten Kapitalausstattung lieber global in
irgendwelche defizitären Klitschen investieren um Steuern *zu sparen*,
anstatt sich -wie es sich für einen guten Gesellschaftsvertrag gehört-
an den Kosten für Bildung stärker zu beteiligen. Stattdessen bejammern
sie die Steuerbelastung UND die schlechte Ausbildung.
> Dabei
> greifen die staatlichen Stellen nun wirklich genug ab bei denen,
> die
> mehr als den Durchschnitt verdienen. Soll er mal was vernünftiges
> damit
> anstellen, und nicht nur Geld über die aus schütten, die am
> lautesten
> danach schreien und die Hände am sichtbarsten danach ausstrecken.
Wen meinst Du bloß? Doch nicht etwa BMW, Daimler-Chrysler oder “dieses
Unternehmen von Herrn Sommer” (Stoiber)?
> Im übrigen ist Geld nicht das einzige, noch nicht mal das grösste
> Problem. Strukturen und vor allem Einstellungen, persönliche
> Haltungen,
> sind viel entscheidender. Da kommen wir zur Erziehung, zu
> Wertesystemen
> etc. An anderer Stelle hier sind dazu ein paar interessante
> Postings zu
> lesen (Stichwort ‘Streber’), deren Aussage ich weitgehend zu
> stimme.
> Aber das Streben der Unternehmer nach niedrigeren Lohnnebenkosten
> verantwortlich zu machen: *LOL*
Im Beitrag standen ja auch noch andere mögliche Ursachen…
> > Ich meine, in dem Artikel stand “Lohnnebenkosten” für eine
> > spezielle Mentalität.
>
> Ganz sicher, für eine antikapitalistisch-staatspaternalistische
> Mentalität, meiner Meinung nach.
Das Du mir hier nicht folgen willst, hatte ich erwartet.
Macht aber auch (ganz unpaternalistisch) nix.
Gruß,
m m w
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